Recourcen und Energie

Ressourcen und Energie

Wir wollen eine konse­quentere, struk­tu­riertere Ener­gie­wende. Dazu muss endlich der Bau von geeig­neten Spei­chern fokus­siert werden und die Verzahnung von Strom­nutzung, Wärme und Verkehr (Sektor­kopplung) voran­ge­trieben werden. Die wirk­liche Wende sehen wir jedoch in einer Erhöhung der Ener­gie­ef­fi­zienz. Uner­lässlich ist die Förderung der Ener­gie­for­schung, wobei es auch keine Denk­verbote bei der Erfor­schung neuer sicherer Kern­re­ak­toren geben darf. Auch mit uns gibt es einen Ausstieg aus der poten­tiell gefähr­lichen Siede­was­ser­re­ak­tor­technik. Mittel­fristig darf es deswegen keine laufenden AKWs in unserem Land und an seinen Grenzen mehr geben.

Rege­ne­rative Energien

Wir begreifen die soge­nannten rege­ne­ra­tiven Energien als unab­dingbar für die Ener­gie­ver­sorgung der Zukunft und wollen diese daher auch weiterhin fördern. Abge­sehen von den aktu­ellen Problemen bei der Regelung des Netzes durch die Einspeisung von Strom aus erneu­er­baren Ener­gie­quellen, gibt es noch immer jede Menge Potential zu erschließen. Der aktuelle Fördertopf soll zur Zeit nach 50 GW instal­lierter Leistung Photo­voltaik einge­stellt werden. Damit kann aber noch kein signi­fi­kanter Anteil unserer Energie rege­ne­rativ bereit­ge­stellt werden. 650 Terra­watt­stunden (TWh) sind alleine für die Strom­ver­sorgung Deutsch­lands jährlich notwendig. Insgesamt, mit Verkehrs­sektor und Wärme­ver­sorgung steigt dieser Ener­gie­bedarf auf 2500 TWh. Würden alle geeig­neten Flächen für Photo­voltaik bebaut — und darin zählen keine Flächen, die in Konkurrenz zur Nahrungs­mit­tel­pro­duktion stehen — so wären bis zu 570 GW Leistung durch PV-Anlagen möglich. Bei den in Deutschland konser­va­tiven Werten von circa 900 kWh pro kW instal­lierter Leistung könnten alleine PV-Anlagen 513 TWh der Deut­schen Strom­ver­sorgung über­nehmen. Das alleine wären 79% des deut­schen Strom­be­darfes und somit fast das längst erklärte Ziel der Bundes­re­gierung für das Jahr 2050. Um dieses Ziel zu erreichen darf sich der Fördertopf nicht bei 50 GW schließen, sondern es müssen weiter alle rege­ne­ra­tiven Ener­gie­quellen unter­stützt werden. 
Unseren Ausgleich zwischen Umwelt­schutz, Klima­schutz und sicherer Ener­gie­ver­sorgung bringen wir in diesen Eckpunkten zum Ausdruck. Was wir konkret wollen ist:
  • fort­schrei­tender Ausbau der Wind­kraft, vor allem im Offshor­ebe­reich, sowie Ziel­werte für jähr­liche Neuin­stal­la­tionen
  • Biomas­sen­utzung, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungs­mit­tel­ver­sorgung steht
  • Trans­parenz über die Herkunft von Holz als Ener­gie­träger für eine nach­haltige Forst­wirt­schaft, auch in unseren Nach­bar­ländern
  • Keine Zerstörung der Umwelt durch Wind­ener­gie­an­lagen in Tier­schutz­ge­bieten
  • abso­lutes Fracking­verbot, solange Umwelt­schäden nicht zu 100 Prozent ausge­schlossen werden können.

Der Ausbau der erneu­er­baren Energien heißt mittel­fristig aber auch Gas-und-Dampf-Kraft­­werke (GuD) zu fördern, um sich schneller von der Kohle als Rohstoff verab­schieden zu können und flexible Kraft­werke zur Regelung der Netze bereit­zu­stellen. GuD-Kraft­­werke weisen den aktuell mit Abstand höchsten elek­tri­schen Wirkungsgrad des deut­schen Kraft­werks­parkes auf. Sie sind außerdem kompa­tibel mit soge­nanntem Synthe­segas aus dem Power-to-Gas Prozess (siehe Abschnitt Speicher). Um eine weitere Belastung des Steu­er­zahlers zu vermeiden, möchten wir eine Vergütung von Strom aus GuD-Kraft­­werken, durch eine Steuer auf Strom aus Kohle­kraft­werken und den noch laufenden Kern­kraft­werken finan­zieren. Deren Höhe soll so ausgelegt sein, dass die Erzeu­gungs­kosten für Strom aus GuD-Kraft­­werken wirt­schaftlich werden.

Energie spei­chern, erfor­schen und Wechsel fördern

Unab­hängig von fossilen Ener­gie­trägern zu werden ist lang­fristig unaus­weichlich. Dieses Ziel jedoch schon mittel­fristig mit 100% erneu­er­baren Energien zu erreichen halten wir nicht für umsetzbar. Denn Ener­gie­quellen wie Wind­kraft oder Solar­energie, die Fluk­tua­tionen unter­liegen, können noch nicht für eine dauerhaft stabile Strom­ver­sorgung sorgen und werden es auch in naher, mittel­fris­tiger Zukunft nicht. Zur Weichen­stellung sind die folgenden Bausteine entscheidend.
  1. Die Verteilung und Spei­cherung großer Ener­gie­mengen ist die Achil­les­verse der erneu­er­baren Energien. Der Ausbau muss massiv voran­ge­trieben werden, um die Fluk­tua­tionen zwischen­spei­chern zu können. Da Ener­gie­speicher die Schlüs­sel­rolle über­nehmen, ist es wichtig diese vor dem Gesetz nicht mehr als Endver­braucher anzu­sehen und beim Ener­gie­einkauf von Steuern und Abgaben zu befreien. Nur so kann gewähr­leistet werden, dass der Betrieb von Spei­chern wirt­schaftlich bleibt.
  2. Die notwendige Forschungs­arbeit zu einer wirt­schaft­li­cheren Spei­cherung von Energie muss mehr Förderung seitens des Staates erhalten.
  3. Wir wollen eine möglichst ideo­lo­gie­freie Ener­gie­for­schung auch abseits der Erneu­er­baren. Die Politik muss tech­no­lo­gie­offen gestaltet werden, da neue Entwick­lungen nicht voraus gesehen werden können.
  4. Der Bau von Solar­an­lagen soll sich für Privat­per­sonen weiter lohnen. Es bedarf weniger Büro­kratie und gege­be­nen­falls Förderung. Wir verstehen dies als einen Beitrag zur Dezen­tra­li­sierung des Netzes und Stärkung der Unab­hän­gigkeit des Bürgers. Wir wollen den Umstieg auf erneu­erbare Energien wieder zu einem Thema für die Allge­meinheit machen.
  5. Wir begleiten den Aufbau der Sektor­kopplung, um Fluk­tua­tionen des einen Sektors im anderen aufzu­fangen. Damit ist gemeint, dass wir neben der Ener­gie­wende, die eigentlich eine Strom­wende ist, gleich­zeitig auch die Wärme­wende und die Verkehrs­wende wollen.
Aufgrund des großen Erdgas­netzes in Deutschland bietet sich Power-to-Gas (Erzeugung von Wasser­stoff und/oder Methangas unter Bindung von CO₂) und andere Power-to-X-Prozesse an, da dieses soge­nannte Synthe­segas direkt dort einge­speist werden kann. Wir sehen hier großes Potential, denn die Stabi­lität der Verbindung erlaubt eine Spei­cherung des Gases als Vorrat für die Winter­monate und kann unter Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Gesamt­wir­kungsgrad von über 50% wieder­ver­wendet werden. Wir wollen Pilot­pro­jekte in dieser Stoß­richtung fördern.

Kern­energie

Die UNP verfolgt das Ziel, alle verblie­benden Leicht­was­ser­re­ak­toren abzu­schalten. Dahinter steckt jedoch nicht die Angst vor allem, was mit Radio­ak­ti­vität zu tun hat. Die Sicher­heits­be­denken, die noch immer aufgrund der unge­lösten Probleme durch hoch­ra­dio­ak­tiven Abfall und der Möglichkeit eines Terror­an­schlags auf ein Kern­kraftwerk bestehen, zwingen uns dazu. Der Staat hat durch die Über­nahme der Endla­ger­be­treibung den Ener­gie­kon­zernen schon enorme finan­zielle Verant­wortung abge­nommen. Alles weitere Entge­gen­kommen ist nicht gerecht­fertigt, eher braucht es einen Schritt zurück. Daher sollte im Rahmen des rechtlich Möglichen die Finan­zierung des Rückbaus wieder mehr in den Händen der Betreiber liegen.
Wir sehen aller­dings ein, dass die Abschalt­termine unser Stromnetz entweder in den Blackout treiben oder den Strom­import von deutlich weniger sicheren Kern­kraft­werken beispiels­weise aus Frank­reich fördern, wenn unser Land noch ohne ausrei­chende Spei­cher­ka­pa­zi­täten für erneu­er­baren Energien ausge­rüstet ist. Da die bishe­rigen Regie­rungen es nicht recht­zeitig geschafft haben, ein Spei­cher­gesetz zu verab­schieden, das die Verhält­nisse am Strom­markt klärt, nehmen wir in kauf, dass die deut­schen Leicht­was­ser­re­ak­toren noch bis zu 10 Jahre länger als geplant zur Grund­last­ver­sorgung beitragen, damit nicht zwangs­läufig der Anteil durch Kohle­strom vergrößert wird. Das Ausstiegs­datum soll damit an der Verfüg­barkeit fort­ge­schrit­tener Spei­cher­ka­pa­zi­täten für erneu­erbare Energien gekoppelt werden. (siehe Netz­ausbau und Spei­cherung)
Ein sicheres „End“lager für heutigen und noch anfal­lenden Atommüll wollen wir dennoch lieber gestern als heute fest­legen. Es soll für zukünftige Genera­tionen zugänglich bleiben, um nicht neue Wege der Aufbe­reitung zu versperren.
Die Auswir­kungen eines Super-Gaus bei einem unserer euro­päi­schen Nachbarn machen nicht an der deut­schen Grenze halt. Doch da die Entscheidung für oder gegen Atom­kraft Sache des jewei­ligen Landes ist und mit uns auch keine EU-Ange­­le­genheit werden soll, möchten wir eine neutrale Position gegenüber unseren Nachbarn wahren. Jedoch schulden wir es dem Sicher­heits­gefühl unserer Bevöl­kerung, zumindest den Neubau von Atom­kraft­werken in der Nähe der deut­schen Grenzen diplo­ma­tisch zu verhindern. Unter­stützung dabei, dass auslän­dische Kern­kraft­werke dem deut­schen Sicher­heits­niveau ange­glichen werden, wäre eine denkbare Gegen­leistung.

Netz­ausbau

Die vielen neuen dezen­tralen Erzeu­ger­ein­heiten und Kleinst­kraft­werke benö­tigen auch Netz­zugang. In der Vergan­genheit waren einige Offshore-Wind­­parks eigentlich betriebs­bereit, doch hatten noch keinen Netz­an­schluss.
Dabei unter­stützen wir die Verlegung von Erdkabeln, um die Reibungs­punkte mit Bürgern zu verringern. Der reine längen­mäßige Ausbau ist aber nicht ausrei­chend, um unser Ener­gienetz fit für die Zukunft zu machen. Ein intel­li­gentes Netz beginnt bereits in der eigenen Nach­bar­schaft. So genannte Micro­grids, also “kleine Netze”, sollen für eine Vergleich­mä­ßigung der Erzeugung und des Verbrauchs in kurzen räum­lichen Distanzen sorgen. Um das Nutzer­ver­halten besser an die Erzeugung von PV-Anlagen anzu­passen, soll der Einsatz von Smart­metern gefördert werden, welche es erlauben, Strom zum aktu­ellen Börsen­preis zu beziehen und somit die Diskrepanz zwischen Erzeugung und Verbrauch frei­willig zu verringern. Hinzu kommen die hohen Verluste in der Ener­gie­um­wandlung und dem Transport, welche circa 20 Prozent des deut­schen Primär­ener­gie­ver­brauches ausmachen. Um diese Verluste zu veringern, soll der Einsatz von (Hochvolt-)Gleichstromtrassen weiter erforscht werden sowie das verschieben von “über­schüs­siger” Energie zwischen den Sektoren.

Ener­gie­ef­fi­zienz

Ein ener­gi­ef­fi­zi­en­teres Deutschland könnte den Neubau­bedarf an Wind­rädern, Solar­an­lagen etc. deutlich senken. Hinzu kommt, dass die Verbes­serung der Ener­gie­ef­fi­zienz umso wirkungs­voller ist, je früher sie umge­setzt wird. Die UNP sieht hier die größte Stell­schraube für das Gelingen der Ener­gie­wende. Dass Ener­gie­ef­fi­zienz ein Erfolgs­modell ist, zeigt ein Blick in die Vergan­genheit: Deutschland hat trotz stetigem Wirt­schafts­wachstums den Ener­gie­ver­brauch seit den 90er Jahren nicht erhöht, sondern ihn tenden­ziell sogar leicht gesenkt.
Wir wollen diesen Trend unter­stützen, den Neubau von modernen Produk­ti­ons­an­lagen anregen (Einspar­po­ten­tiale von 10% bis 25%) und z. B. den weiterhin verschleppten Einsatz neuerer Kälte- und Klima­an­lagen in Betrieben forcieren, indem wir möglichst bald die aufge­schobene Zusam­men­führung der Gesetze und Verord­nungen zur Ener­gie­ef­fi­zienz zu einem Ener­gie­ein­spar­gesetz Gebäude voran­treiben. Mehr Effi­zienz wird sich auch durch den Ausbau der Ener­gie­speicher und speziell im Verkehrs­sektor durch den (lang­fris­tigen) Umstieg auf die Elek­tro­mo­bi­lität ergeben, die wir schon in den anderen Kapiteln ansprechen.

Euro­päi­scher Ener­gie­markt

Da sich die EU-Nationen über die Pariser Klima­ver­träge einig sind, sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, die Ener­gie­ef­fi­zienz der betei­ligten Länder zu erhöhen. Deutschland hat damit eigentlich kein Interesse, die CO₂-Produktion in die Nach­bar­länder durch erhöhten Bezug von auslän­di­scher fossiler Energie zu verlagen. Niemanden nützt eine sehr gute nationale Bilanz bei der CO₂-Reduktion, wenn dies zu Lasten der Gesamt­bilanz geschieht.
Neben der Senkung des Ener­gie­ver­brauchs wollen wir auch auf der Erzeu­ger­seite mehr euro­päische Soli­da­rität wagen. Die Kopplung der Netze zu einem euro­päi­schen Netz soll voran­ge­trieben werden und eine verbind­liche Grundlage fest­gelegt werden, damit Unter­nehmen benach­barter Länder nicht in Meinungs­ver­schie­denheit, bzgl. Import und Export von Strom geraten.
Der CO2-Zerti­­fi­­ka­­te­handel könnte ein sehr wirkungs­volles Mittel sein, die Ziel­vor­gaben der Pariser Klima­ver­träge einzu­halten. Die Entschei­dungen während der Finanz­krise haben jedoch dazu geführt, dass Ener­gie­sparer bestraft und Stark­ver­braucher bevor­teilt wurden. Die UNP unter­stützt deswegen alle Bestre­bungen, den Zerti­fi­ka­te­markt umzu­krempeln.
Der CO₂-bewusste Verbraucher kann bisher den eigenen CO2-Ausstoß nur dann effektiv beein­flussen, wenn er über tech­ni­sches Exper­ten­wissen verfügt. So erhält man beim Autokauf zwar reali­tätsnahe Verbrauchs­an­gaben zu jedem Gramm CO₂ pro gefah­renen Kilo­meter, jedoch gibt es keine Auskunft über die im Produk­ti­ons­prozess anfal­lenden Emis­sionen. Dabei können diese durchaus so groß sein, dass zum Zeit­punkt der Verschrottung noch immer die Hälfte der Gesamt­emis­sionen des Fahr­zeugs seiner Produktion zuzu­schreiben sind. Wir wollen deswegen zukünftig einen Kennwert für die Graue Emission von Produkten haben. Graue Emis­sionen umfassen nicht nur den CO₂-Ausstoß während der Nutzung eines Produktes, sondern auch den CO₂-Abdruck der Produk­ti­ons­en­ergie. Dazu wird ein neues Regelwerk benötigt, das Mindest­le­bens­zeiten für Produkte festlegt, damit klar ist, auf welchen Zeitraum sich dieser Wert bezieht. Eine Liste dieser Lebenszeit soll einfach zugänglich auf der Website des entspre­chenden Bundes­amtes veröf­fent­licht werden, damit jeder Bürger sich leicht infor­mieren kann. Regel­mäßige Stich­proben werden notwendig sein, um zu über­prüfen ob die fest­ge­legten Lebens­dauern einge­halten werden. Bei Nicht­ein­halten muss sich die Wertung der entspre­chenden Produkte verschlechtern. Bei Produkten mit vergleichs­weise geringem Gesamt-CO₂-Ausstoß entfällt die Kenn­zeich­nungs­pflicht.

Müll­ver­meidung

Besonders in den letzten Jahren fiel es den Verbrau­chern immer mehr auf, dass der Lebens­zyklus vieler Alltags­pro­dukte kürzer und kürzer wird. Das liegt nicht nur an sinkender Qualität, sondern auch an profit­ge­lei­teten Kalkül der Unter­nehmen, also geplanter Obso­le­szenz. Wir möchten, dass dies als Verbrau­cher­täu­schung aner­kannt wird. Die Garantie, die Hersteller auf ihre Produkte geben soll neu bewertet werden, um (vorsätz­liche) Schäden an Soll­bruch­stellen oder Software-Updates, die im Nach­hinein die Brauch­barkeit einschränken, zu verringern. Der derzeitige perma­nente Konsum, auf den der Markt ausge­richtet ist, sollte wieder zu einem nach­hal­tigen System umge­formt werden. In diesem soll es dem Verbraucher wieder möglich sein, lang­lebige Produkte zu erwerben und besser zu erkennen.
Durch weniger Ausfälle möchten wir die Kunden­zu­frie­denheit steigern und weniger Müll, insbe­sondere Elek­tro­schrott, zulassen.
Wir nehmen uns auch dem Problem des Plas­tik­mülls an, um die Meere zu schützen. Ansatz­punkt ist hier das Pfand­system, das relativ zum Rest der Welt zwar gut funk­tio­niert, jedoch kompli­ziert und teil­weise absurd ist. Das Ziel, die umwelt­freund­li­cheren Mehr­weg­fla­schen zum Standard zu machen schlug gründlich fehl. Statt­dessen setzten sich ressour­cen­ver­schwendene Einweg­fla­schen durch, die trotz Pfand immer wieder den Weg ins Meer finden. Hinzu kommen nicht nach­voll­ziehbare Ausnahmen, die nur durch Lobby­ismus erklärt werden können. Die Teile des Systems, die nicht funk­tio­nieren, wollen wir zugunsten der Verbrau­cher­freund­lichkeit aufheben.

16.04.2018 | Philipp Röll, Eric Andersen